Vita

STEFAN WIESBROCK    GITARRE    GESANG    CELLO

…Nachdem er sich mit 8 Jahren vor dem Klavierunterricht schreiend auf den Boden geschmissen hatte, gaben seine Eltern nach und ließen ihn Trompete lernen. Nachdem auch das nach ca. 3 Jahren keinen Spaß mehr machte, probierte er das Cello aus. Da war klar, das ein Saiteninstrument bei Stefan wesentlich mehr Sinn macht. Erst mit 13 Jahren kam er zur Gitarre und das nur, weil sein Bruder Gitarre spielte und da immer gut aussehende Menschen des anderen Geschlechtes in der Nähe waren und verzückt lauschten.

Das beeindruckte ihn so stark, das er sich das Instrument quasi im Alleingang, also autodidaktisch beibrachte. Nach 2 Jahren im stillen Kämmerlein ging es dann im heimischen Schwelm mit den Bands seines Bruders auf die Bühne. Als er an der städtischen Musikschule bereits mit 15 Jahren selbst Unterricht erteilte, konnte er sich das Geld dazu verdienen, das der junge Mensch braucht. Kurz nach dem Abitur besteht er die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule Rheinland und studiert Gitarre.
1979 bewirbt er sich mit seiner Band Sterntaler um den Preis des besten Nachwuchskünstler der deutschen Phonoakademie und erreicht den 2. Platz. Die LP ” Wenn Wahrheit groß in Mode wär” wird Vermittlung von Michael Kunze ( Texter von griechischem Wein…) von Penny McLean produziert. Es folgen Radio und Fernseheinsätze. Ein Stern war geboren – und fiel ein Jahr später wieder vom Himmel auf die deutschen Kleinkunstbühnen zurück: Die neue deutsche Welle kam hart und unerbittlich und machte die blauen Augen der Folkrocker so sentimental… kaum eine Chance, sich in der Medienlandschaft weiter zu etablieren.

Doch mittlerweile interessieren sich auch andere Musiker für den Gitarristen. Thomas Kagermann, bekannt durch ” Fiedel Michel” bestellt ihn in seine Band und produziert mit den “Aszendenten” bei Hansa records 2 LP’s, mit denen sie auch durch die Lande ziehn. Auch ein Abstecher in die heile Fernsehwelt der Volksmusik mit Manfred Ulrich und den Spitzbuben bringt jede Menge Spaß und neue Kontakte. Zusammen mit Volker Vaessen alias Dal Martino ( Nighthawks ) und Michael Bruchmann ( Hölderlin ) werden jede Menge Demos gemacht.

Dann hört ihn 1989 der Teufelsgeiger Mani Neumann spielen und singen und damit beginnen  20 Jahre bei Farfarello. zuerst als Backgraundsänger in der “Toys Tour”, dann als Gitarrist neben dem Rhythmustier Ulli Brand. Zusammen mit Urs Fuchs am Bass bilden die 4 Musiker eine Einheit und produzieren gemeinsam 11 CD’s. Mit diversen Gastmusikern wie Nippy Noya, Charlie T. oder Herb Quick, mit dem ihn eine besondere Freundschaft verbindet, spielt Stefan viele Konzerte in ganz Europa und über den großen Teich bis nach Toronto werden gespielt und machen aus Stefan einen echten Livemusiker.

In dieser Zeit wird zusammen mit Ulli Brand das Gitarrenduo Strinx gegründet und konzertiert, sofern es der Terminkalender von Farfarello zulies. Auch die CD ” running for the click” wird produzeirt und mit großem Erfolg unter die Fans gebracht. Ende der 90er lernt Stefan seine Frau Anke kennen und gründet mit der Geburt seines 1. Sohnes Luka im Jahre 2000 eine Familie. Joschi (2003) und Anna (2006) folgen wie am Schnürchen.

Langsam  aber sicher hatte Langeweile mal so gar keinen Platz mehr in Stefans Leben. Mittlerweile hat er sich auch als hervorragender Gitarrenlehrer nicht nur an der Musikschule Ennepetal (seit 1978) einen Namen gemacht. Die Familie gibt ihm trotz (oder wegen) der Kinder und Anke die Kraft, eine weitere Live Band mit zu kreieren: DIE EhELEUTE. Zusammen mit seiner Frau Anke, die eine feine Stimme hat, entsteht zusammen mit Harald Eller am Kontrabass, Jörg Hedmann an den drums und Wolfram Cramer von Clausbruch am Flügel, der schon bei Kagermann dabei war, ein einzigartiger sehr gelungener Livemittschnitt ”Mein Engel” ( siehe Diskographie ).

Die größte Herausforderung nimmt er 2002 an, indem er ein Soloprogramm einstudiert und damit auf Tour geht. Die Live CD ” Endlich allein ” lässt auch sein komödiantisches Talent ans Licht kommen und endlich lebt er seine Mimik und Gestik live so aus, das sich das Publikum bei ” Ich fühl mich hübsch” oder beim “Traumdesigner” biegt vor Lachen. In seinem ersten Soloprogrammsorgen die ungewöhnliche Instrumentierung und die äußerst humorvolle Moderation für ein höchst kurzweiliges musikalisches Erlebnis. Wiesbrock erzählt über Liebe und Tod, von menschlichen Schwächen und Mineralölkonzernen, von Engeln und Therapien, von Rückenschmerzen und verlorenen Seelen. Die schmale Gratwanderung zwischen Seriosität und Komödiantentum gelingt ihm bravourös und auf verblüffend einfache Weise: er ist authentisch.

Durch die Kinder findet Stefan seine spirituelle Ader wieder und komponiert die CD ” In Ewigkeit” (2005 ) für Gitarre solo. In seinem neuen Soloprogramm “In Ewigkeit” ist Stefan Wiesbrock neue Wege gegangen. Das Programm enthält ausschließlich eigene Instrumentalkompositionen für die Konzertgitarre. “Ich wollte mich mal ganz auf mein Instrument konzentrieren, und damit dem Hörer die Möglichkeit geben, seinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf zu lassen, ohne sich von Texten ablenken zu lassen”. Die Idee zu dem Programm entstand im August 2004 während einer Zeit der Besinnung im Kloster Maria Laach. Das “Buch der Lebenskunst” von Anselm Grün ließ Wiesbrock den Begriff Ewigkeit in einem völlig neuen Sinn zu sich und seiner musikalischen Arbeit sehen. “Wenn man ganz in der Gegenwart ist, wenn reine Präsenz ist, steht die Zeit still. Da ahnen wir, was Ewigkeit ist.” Diese Sätze hinterließen bei dem Schwelmer Erzmusiker einen so tiefen Eindruck, dass er daraus das Konzept für das neue Programm entwickelte. “Diese Sätze beschreiben exakt den Zustand, wenn ich Gitarre spiele oder komponiere. Durch die Musik habe ich Zugang zu meiner inneren Kraftquelle. Dafür danke ich Gott”, so der eigentlich weltliche Musiker über seine spirituelle Inspiration zu diesem Programm. ”

Es folgt eine weitere Solo CD ” 7 fette Jahre ” ( 2008 ) Diese CD ist Stefan’s Liebling. Die Arrangements (zusammen mit Wolfram Cramer von Clausbruch ) und die Substanz der Songs sind sehr stark. Die Songs ” Passepartout” und ” Mutter Erde” gehören zu den absoluten Favoutites des Komponisten.

2009 spielt er von Matthias Nagel berufen auf den Pollerwiesen in Köln vor 900000 Leuten auf dem Evangelischen Kirchentag. ” Ein überwältigendes Erlebnis der Zusammengehörigkeit” sagt Stefan später. Kleiner Wermutstropfen: “Schade, das die nicht wegen mir gekommen sind”….

Seit 2010 gibt es “ FingerFood “ ! Mit seinem langjährigen musikalischen Wegbegleiter Wolfram Cramer von Clausbruch    spielt  sich Stefan  über alle Stilrichtungen und Genres hinweg alles von der Seele, was unbedingt raus oder wieder rein muß: Die Debut CD “Hörmahl” bringt äußerst musikalisch-griffige Melodien und Grooves auf das audiophile Ohr. Herr von Kagermann würde sagen: absolut ausgeschlafen…

Live übrigens auch ein absoluter Leckerbissen, da nicht nur die Musik Spuren hinterlässt, sondern auch das Komödiantentum der beiden nicht im Verborgenen bleibt ( Zwerchfellreizung ).

Das Projekt Papa& Sohn gibt es seit 2011 zusammen mit seinem Sohn Luka an den Keyboards  Konzerte mit eigenen Interpretationen von Volksliedern, Coversongs und eigene Kompositionen. Zitat Stefan: ” Was gibt es Schöneres, als mit Menschen auf der Bühne zu stehen, die man liebt”?

Stefans erste Coverband  Meet The Beatles   mit HP Barrenstein und dem langjährigen Weggefährten Haro Eller ( EhELEUTE ) tourt sowohl zu Dritt als auch zu Viert ( Max Barrenstein an den Drums ) neuerdings mit einem fantastischen 27 NO.One Hits Programm durch die Lande.  Es darf gerne mitgesungen werden!

Ganz neu ist seit Herbst  2014 der Einstieg bei der Irish Folk Band Irish Stew. Eine Musikrichtung, die Stefan schon immer gemocht hat und mit den ” Stews” Musiker gefunden hat, bei denen die Chemie stimmt.

Auch als Veranstalter und musikalischer Leiter hat sich Stefan mittlerweile einen Namen gemacht. Mit dem Adventival holt Stefan seit 2010 nicht nur bekannte Künstler wie Pe Werner, Gregor Meyle, Purple Schulz, Lothar Kosse oder Stoppok  nach Schwelm ins Ibachhaus, sondern auch Geheimtips, die immer einen Konzertbesuch wert sind.

 

music goes on and on and on and on…